Freitag, 2. Juli 2010

So ganz ohne Papier.



Kurzer Einwurf von der Seitenlinie: Die Axt hat da was entdeckt, was diejenigen unter Euch erfreuen wird, die neben dem Lesefimmel auch eine Vorliebe für die gepflegte Tätowierung hegen.

Contrariwise. literary tattoos sammelt schöne Fotos von tätowierten literarischen Zitaten. Der Träger des jeweiligen Tattoos verliert ein paar Worte zu Entstehung und Hintergrund. Ein sehr interessantes und schönes Projekt!

Mit welcher Textstelle verbindet Ihr so viel, dass Ihr sie Euch tätowieren lassen würdet, oder habt Ihr es vielleicht sogar schon getan?

Kommentare:

angstpop hat gesagt…

auf der seite sind wirklich tolle tattoos dabei.
ich würde mir vielleicht eine gedichtzeile tätowieren lassen. aber ich ändere dazu einfach zu oft meinen geschmack und will mich durch ein tattoo nicht festlegen.

--- hat gesagt…

liebe axt,

ich kann gerade nichts direkt zum aktuellen post beitragen (auch wenn ich natürlich seit jahren auf der suche nach einem fürchterlich bedeutungsschwangeren, verschlüsselten, aus der masse an schwalben-, geek- und zitat-tättowierungen herausragenden motiv bin, dass mich total tiefsinnig und existentialistisch wirken lässt...ja, so bin ich) – habe aber das unerklärliche bedürfnis, dir zu danken, nachdem ich dein fantastisches blog erst vor kurzem entdeckt habe. endlich weiss ich, dass es da draussen noch andere gibt, die neil gaiman heiraten möchten (jaja, an der umsetzbarkeit zweifel ich schon auch), den vielbemühten tolkien-vergleich bei otherland für gerechtfertigt halten und zu guter letzt nach lektüre des genialen david foster wallace ihre eigene unzulänglichkeit und beschränkte weil stark gefilterte sicht der dinge nur noch klarer wird (aber da möchte ich mir nicht anmaßen, für jemand anderen zu sprechen...eigentlich auch sonst nicht).

ich bin schon gespannt was als nächstes kommt!

eos

lizzz hat gesagt…

Fuck yeah, Eos, das sind solche Kommentare, die mich wirklich gerne weitermachen lassen. Wow. Danke.

--- hat gesagt…

gern geschehen. ich bin für gewöhnlich nicht der größte kommentator vor dem herrn und verstecke mich voyeuristischerweise lieber im meinungslosen zwielicht der anonymität – aber ab und zu überkommt mich trotzdem das verlangen, meinen senf dazuzugeben, auch zu literarischen themen, von denen ich keine ahnung habe. was in zukunft vielleicht öfter passieren wird hier (das hört sich bedrohlich an...ist es auch, ich bin nämlich ein gefürchteter spielverderber und an-allem-etwas-negatives-finder und mag den menschen an sich eher nicht. hm, ok, klingt jetzt misanthropischer als ich wirklich bin. egal. ich schweife ab.) was ich damit eigentlich ausdrücken will: manchmal muss man es eben einfach sagen, wenn man etwas gut findet.

eos

lizzz hat gesagt…

Kannst gerne auch hier mal das Spiel verderben und an allem was Negatives finden. Irgendwie sind die Leute, die hier mitlesen, sowieso alle eigenwillig. Aber bitte beleidige dabei nicht meine Mutter, sonst bin ich eingeschnappt!

--- hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
--- hat gesagt…

oh, schön – die offizielle erlaubnis zum spiele verderben :P. ein seltenes vergnügen. eigenwillige leute mag ich übrigens, da fühle ich mich zur abwechslung mal nicht fehl am platz. und ausserdem wundert es mich auch nicht, dass deine auswahl an büchern ebensolche (eigenwillige) menschen anzieht. war jetzt keine beleidigung. deiner mutter würde ich natürlich auch niemals eine solche angedeihen lassen (in ermangelung eines treffenderen verbs...kann man das so sagen? ich kenne sie ja auch gar nicht)– und spielverderber sein um des reinen spieleverderbens ist blöd. und natürlich möchte ich niemanden einschnappen lassen. mm...gut, es ist spät, ich muss jetzt ins bett.