Mittwoch, 16. Juni 2010

Tag 7: Ein Buch, das mich an jemanden erinnert.



Leck mich am Arsch, ist das anstrengend. Dieses permanente Nachdenken über Bücher macht mich ganz ungehalten. Sagt mal, wollt Ihr überhaupt, dass ich diese Aktion bis zum Ende durchziehe? Oder ist die langweilig für Euch? Macht ja keinen Sinn, wenn ich mir hier das Hirn zerbreche, und am Ende liest das kein Mensch. Also bitte an dieser Stelle Meinung sagen, ja? Danke.

So, zum Thema: Ein Buch, das mich an jemanden erinnert, ist In the cut von Susanna Moore. Damals war ich unheimlich verliebt, und was gibt es Schöneres, als diesen wunderbaren Zustand mit einem Roman über einen sadistischen Serienkiller zu unterfüttern?

Die Protagonistin lebt allein in New York, ist Lehrerin für Linguistik und, sagen wir, sexuell aufgeschlossen. In einer Bar beobachtet sie heimlich ein Intermezzo zwischen einer rothaarigen Schönheit und einem Typen, dessen Gesicht aber verborgen bleibt. Nicht viel später wird der Kopf der Schönen in der Nachbarschaft der Lehrerin gefunden und sie von einem ziemlich coolen Detective befragt, mit dem sie eine Affäre beginnt. Dumm ist nur: die Anzeichen mehren sich, dass der Polizist der Killer sein könnte. Doch unsere schräge Lehrerin ist schon viel zu tief drin im Verwirrspiel – und der Kreis der Bedrohung wird langsam immer enger.

In the Cut, zu deutsch Aufschneider betitelt, ist ein harter, präzise geschrieber Thriller mit undurchsichtigen und nicht unbedingt sympathischen Figuren. Allerdings liegt in dieser Härte aufgrund Moores ungewöhnlichem Schreibstil auch eine gewisse raue Poesie. Die Absichten und Motivationen der Protagonisten werden nicht immer erläutert oder verstehbar gemacht, was insgesamt zu einem sehr stimmigen und leicht verstörenden Gesamtbild beiträgt. Ich mochte den Roman gerne genug, um ihn drei Mal zu lesen.


Vor einigen Jahren wurde er mit einer erstaunlich unspießigen Meg Ryan verfilmt (allerdings war ich überhaupt nicht einverstanden mit dem abgewandelten weichgespülten Finale), hier ein Ausschnitt:

Kommentare:

Katharina hat gesagt…

Also, ich finds interessant, könnts aber verstehen, wenn du keinen Bock mehr hast...

Christina hat gesagt…

Alleine für den Satz: "Leck mich am Arsch, ist das anstrengend." Plädiere ich für eine Fortsetzung dieser tollen Aktion. =D
Viel Spass beim Weiterüberlegen. ;-)
Schöne Grüße
Christina

Almut hat gesagt…

Ich bin unbedingt für Weitermachen :-)

Anonym hat gesagt…

Weitermachen bitte!
Ist echt interessant und ich hab noch einen 100 Euro Büchergutschein der muss noch in gute Bücher umgesetzt werden.
Grüße
Panacea

Doro hat gesagt…

Oh, also bitte! :D
Schreib weiter! Ich `liebe` deinen Blog. Da freu ich mich über jeden Post.
Mehr! Los!

lg, doro

lizzz hat gesagt…

Bei so viel geballter Nettigkeit bleibe ich natürlich dran.

@ Almut: schön, mal wieder hier von Dir zu lesen :)

Dr. Borstel hat gesagt…

Oh, wir wollen unbedingt, dass du dir weiter den Kopf zerbrichst! =D

lizzz hat gesagt…

Das sagst Du nur, weil Du es schon hinter Dir hast und Dich jetzt prima über mein Kopfzerbrechen amüsieren darfst :)

(Memo an mich: eine Scheibe von Borstels Disziplin abschneiden)

Klappentexterin hat gesagt…

>>Sagt mal, wollt Ihr überhaupt, dass ich diese Aktion bis zum Ende durchziehe?<<

aber natürlich wollen wir das, liebe lizzz. wieso stellst du überhaupt die frage. schwing dein axt und los. : )

die Klappentexterin ist diesbezüglich irgendwie eingeknickt. schön, wenn ich da deine antworten lesen kann, die obendrein noch sehr bemerkenswert sind.