Dienstag, 13. Oktober 2009

Druckfrisch, das "junge" Büchermagazin der ARD

Ich möchte jetzt gar nicht pedantisch sein und monieren, dass "Druckfrisch" mit seinen hysterischen Schnitten* und voll krass originellen Settings seinem Moderator Denis Scheck nicht gerade einen Gefallen tut, sondern ihn sehr oft aussehen lässt wie einen verirrten schwäbischen Banker.

Immerhin bemüht sich die ARD überhaupt um ein unkonventionelles Literaturformat, auch wenn das Ergebnis zuweilen anmutet wie ein geeky Achtklässler, der sich aus Coolness- und Akzeptanzgründen Dreadlocks in die fisseligen Blondhaare hat filzen lassen. Beim Thema Jugendlichkeit muss die Sendeanstalt halt noch mal ein wenig in der Zeit vorspulen.

Aber eines muss man dem Denis Scheck wirklich lassen: Die SPIEGEL-Bestsellerliste nimmt er gründlich und überraschend lustig auseinander; es ist mir immer wieder eine Freude.






* Was nicht nur ich so sehe. Mein Co-Gucker bei "Druckfrisch", seines Zeichens Filmnerd Kameramann, teilte mir nach einigen Minuten Sendezeit mit, dass er davon Kopfschmerzen bekäme.

Kommentare:

infemme hat gesagt…

für das licht zeichnet sich wohl jemand verantwortlich, der vorher den breakdancer auf dem jahrmarkt beleuchtet hat. und ein glück hat ihm die requisite nicht dieses Rad, unter den hintern geklemmt.
aber das auseinandernehmen der bestsellerliste ist dennoch ein großer spass.

lizzz hat gesagt…

Oh, dieses Rad wäre fa-bel-haft gewesen! Sollten wir der ARD mal vorschlagen.

Das Interview mit Schätzing, das glaub ich in der gleichen Sendung stattfand, war hochgradig irritierend. Gefühlte zehn Mal pro Sekunde wechselten die Kameraperspektiven, alles war gewollt crazy und die beiden Männer wirkten, als hätten sie auf subtile Weise den Verstand verloren.