Donnerstag, 4. Juni 2009

Missy Magazine





So sieht's doch aus: Der Akt des Lesens an sich erstreckt sich letztendlich nicht nur auf das konventionelle Buch, sondern auch auf Gebrauchsanweisungen, Shampooflaschen, Konzertplakate oder eben auch die ein oder andere Illustrierte.

Und ja, auch ein gutes Magazin kann eine Axt sein – vor allem wenn es sich dabei um das knackfrische, erst drei Ausgaben junge MISSY MAGAZINE handelt. "Popkultur für Frauen" lautet der Untertitel, aber das stimmt nicht ganz: frau kriegt noch viel mehr geboten.

MISSY ist eine sensationell gelungene Themencollage für die interessierte Feministin jüngeren Jahrgangs. Keine Diäten, kein Problemzonengelaber, keine detaillierten und lebensgefährlichen Anweisungen, wie der Göttergatte professionell zu befriedigen sei ("Nehmen Sie eine Handvoll ungekochten Reis in den Mund, bevor Sie ihn oral befriedigen, das beschert ihm den ultimativen Kick!" – Den die willige Frau leider nicht mehr miterleben wird, weil sie vorher am Reis erstickt ist. Stand wirklich mal so in der Cosmopolitan, dieser "Tipp". Ganz ehrlich.)

Nein, glücklicherweise erspart uns MISSY solche Sülze. Und weil es ein ungeheurer Aufwand ist, so ein fabelhaftes Independent-Frauenmagazin zu verwirklichen, rufe ich nicht nur die Mädels unter uns dazu auf, MISSY zu unterstützen. Ich gehe mit gutem Beispiel voran und abonniere.


Kommentare:

Anxy hat gesagt…

Ach du (neon-)grüne Neune. Der Reistipp gibt MIR jedenfalls den ultimativen Kick, nun und nimmermehr Cosmopolitan zu abonnieren.

lizzz hat gesagt…

Na, jetzt reitet Ihr aber alle auf dem Neongrün rum *lach*

Dabei hab ich es ja mittlerweile entschärft.

Und die Cosmopolitan, nein, die darf man keinesfalls abonnieren. Das ist die schlimmste Frauenzeitschrift aller Zeiten. Dümmer KANN die einfach nicht mehr werden. Wer den Reistipp umsetzt, der muss sich nicht wundern, wenn er am Ende in der Notaufnahme landet.