Mittwoch, 1. April 2009

Die Forschung macht vor nichts mehr halt

Denn die Stiftung Lesen veröffentlichte kürzlich die Ergebnisse der Studie "Leseverhalten in Deutschland 2008". Wer wollte nicht schon einmal dringend erfahren, wie es der Nachbar mit dem Buche hält. Dabei kam jedenfalls dies heraus: Jeder Vierte liest überhaupt nicht. Ich weiß nicht, ob ich das glauben soll, denn ich würde die Zahl wirklich höher schätzen. Wenn wirklich 75% der Bevölkerung regelmäßig lesen, fände ich das nicht übel. 

Wenn ich mal überlege, wer in meinem Bekanntenkreis nicht liest, oder nur ganz ganz selten, dann sind das gar nicht so wenige. Vielleicht habe ich aber auch einen oberflächlichen und kulturverachtenden Bekanntenkreis. Oder vielleicht bin ich selbst oberflächlich, da ich Leuten, die Romane hassen, immer gleich emotionale Leere unterstelle.

Aber den "harten Kern" kann man offenbar nicht ausrotten: Immerhin 3% der Bevölkerung lesen mehr als 50 Bücher im Jahr. Ein exklusiver Club, huh?

Und gar 45% der 14-19-Jährigen behaupten, als Kind nie ein Buch geschenkt bekommen zu haben. Das ist allerdings traurig, denn wenn Lesen etwas ist, womit man im Deutschunterricht bis zur völligen Gehirnaustrocknung gequält wird, dann wird man zuhause kaum freudig zum Buch greifen.

Wie auch immer: Hier findet Ihr die vollständige Studie.

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